Materialien und Farben erleben und begreifen




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Mittwoch, 7. März 2012

Frühling...

...stellt sich ein in unserem Garten.



So kann ich die Winterstrickerei nun getrost beenden. Mein vorerst letztes winterliches Set :


ist nochmal ein wandelbarer Cowl, als Halswärmer oder Mütze zu tragen, und passende fingerlose Handschuhe.
Das erste frühlingshafte Spitzenstrick ist ebenfalls ein wandelbarer Halsschmuck.


In Form einer Sanduhr habe ich insgesamt 60cm in Runden ein Lacemuster gearbeitet. Verwendet habe ich Zauberball Lace "Deine blauen Augen".
Getragen wird dieser Frühlingscowl um den Hals gelegt oder doppelt um den Hals geschlungen oder über die Schultern gezogen oder eben als Kapuze über den Kopf gelegt... oder oder oder.







Donnerstag, 23. Februar 2012

Einen speziellen Wunsch...

...wollte ich gern erfüllen. Eine liebe Dame wünschte sich ein Winterset von mir. Knifflig daran war, dass sie sich einen gestrickt - gefilzten Hut mit passendem Schal vorstellte. Der Hut gefilzt, der Schal nicht, das würde zwei verschiedene Strukturen ergeben. Das ist nun nicht mein Stil. Also grübelte ich eine Weile über eine Lösung nach. Statt einem Schal habe ich dann einen Halswärmer entworfen.
Hier nun das fertige Ensemble...ich hoffe, es gefällt der lieben Dame ;-)


Technische Daten: 120g Knitpicks Gloss, Merino Lace als Beilaufgarn und drei Mantelknöpfe habe ich gebraucht, gefilzt in der Waschmaschine bei 30°C Buntwäsche mit einer Jeans.
         

Dienstag, 13. Juli 2010

Reisebilder

Dänemark hat alles, was wir für einen erholsamen, erlebnisreichen und familiengerechten Urlaub brauchen. Wir haben alles bekommen. Herrliche endlose menschenleere Strände,


romantische, maritime Orte,


Urlaubswetter,


natürlich zahlreiche Wollateliers,


viele Mitbringsel


und ganz viel Inspiration.


Hinter uns liegen Tage, an denen wir unsere Werte wieder neu geordnet haben.
Mit neuer Kraft, unvergesslichen Eindrücken und jeder Menge Arbeitsmaterial sind wir zurück gekommen.

In den nächsten Tagen werde ich einige Begegnungen noch ausführlicher beschreiben, da das längst nicht alles in einen Beitrag passt.


Samstag, 13. März 2010

Neue Garne...

...sind gesponnen. In frischen Farben gefärbte neuseeländische Merino-Kammzüge habe ich kardiert
verponnen und anschließend gezwirnt.
 
Weil ich Blautöne mag, habe ich auch in dieser Färbung ein Garn versponnen.
Es sind jeweils ca.227m auf 100g entstanden.
Warme Farbtöne in der Flocke gefärbt, kardiert und versponnen, dass noch einige Löckchen erhalten geblieben sind:
Hier noch einmal dekorativ:

Samstag, 18. Juli 2009

Wir sind wieder hier...

...von da, wo die Sonne immer scheint. Nicht eine noch so kleine Wolke trübte unseren Urlaubshimmel. Die Hitze von über 40°C konnten wir sehr gut ertragen, da die Luftfeuchtigkeit im Wüstenklima sehr gering ist. Und das Meer sorgte zwar nicht für eine Abkühlung, eine Erfrischung zwischendurch war es schon...
Hinter uns liegen ereignisreiche, eindrucksstarke und erholsame Ferienwochen. Ich habe diese andere Welt intensiv empfunden und natürlich viele meiner Eindrücke als neue Ideen und Inspirationen mitgebracht. Farben, Formen, Gerüche, Geräusche und das besondere Licht zählen dazu. Die Architektur der Gebäude und Gärten, die zierenden Ornamente, wie nebenbei selbst an den ärmlichsten Häusern eingefügt, Felsformationen...einfach alles lädt ein, kreativ zu sein.
Hier nur ein kleiner Teil der unglaublichen Vielfalt:

Ein Kamel in der Wüste ist ja nicht so selten und besonders. Dieses hier, finde ich, ist es schon: So sind alle meine Sinne gefordert gewesen und gefördert worden. Es ist immer wieder ein Abenteuer, auf Reisen in andere Welten einzutauchen, vorausgesetzt, man ist bereit, sich darauf einzulassen. Für mich eine perfekte Art, einen Teil meiner Eindrücke direkt auszudrücken war das Stricken. Das Garn hatte ich ja bereits vor der Reise passend gewählt. Es sind die Farben der Beduinen, die gerade auf dem Sinai noch recht traditionell leben. Natürlich sind die Begegnungen von Touristen und Beduinen nicht wirklich traditionell, eher touristisch vermarktet. Aber ein Hauch von Ursprünglichkeit ist zu spüren, wenn man genau hin schaut und hört.

So habe ich ganz ohne Anleitung oder Muster einfach drauf los gestrickt, in jeder einzelnen Masche das Land festgehalten, typische Ornamente in Lace umgesetzt.

Das Tuch ist mein ganz besonderes Souvenir. Es ist 350 x 105 cm groß und wiegt 115 g. Verwendet habe ich Evilla Artyarn (8/1), gekauft bei Die WollLust und mit Nadelstärke 5 verarbeitet. Ein Ersatzstrickzeug mit einer einfachen Stricknadel, deren Verlust ich notfalls verschmerzen kann, hatte ich auf beiden Flügen im Handgepäck und habe es auch immer ohne Probleme durch die Kontrollen gebracht. Aber wir haben unsere Reise nicht nur mit Genuss und Handarbeit verbracht, sondern wir haben uns auch gebildet. Auf einem Ausflug nach Kairo, der Mutter aller Städte, dem Zentrum der Islamischen Welt, der 20 Millionen Metropole... erlebten wir Glamour und Chaos, Verkehrsinfarkt und Altertum, Moderne und Armut ganz nah beieinander, alles zugleich. Die Stadt wirkte auf mich faszinierend und beängstigend, so geballt stürzten die Emotionen über uns herein. Die Schätze im Ägyptischen Museum scheinbar achtlos in die Räume gestellt, mehr einem Lager ähnlich, als einem der bedeutendsten Museen der Welt. Und doch von so großer Schönheit. Ehrfurcht erfüllte mich vor den Grabschätzen der Pharaonen mehr als 4000 Jahre alt und dabei völlig intakt. Nun, das neue Gebäude für all die Kostbarkeiten befindet sich bereits im Bau und wird voraussichtlich 2012 fertig gestellt. Ein weiteres Ehrfurcht gebietendes Erlebnis war die hautnahe Begegnung mit den Pyramiden von Gizeh. Auf einem Hügel, da wo der Moloch in die Wüste übergeht thronen sie wahrhaft majestätisch. Hier beende ich meinen ersten Reisebericht, denn dafür Worte zu finden ist kaum möglich, diesen Anblick muss man einfach auf sich wirken lassen...

Freitag, 19. Juni 2009

Blaue Wellen -

oder eine Landschaft im Morgennebel, wo die Farben noch nicht klar hervor treten, sind aus dem Farbverlaufflies entstanden.
Nach zwei Tagen voller Ideen im Kopf habe ich einfach 66 Maschen angeschlagen und meinen Fingern dabei zugesehen, was sie denn da erschaffen...
Mit Nadeln in Stärke 5,5 habe ich in verkürzten Reihen gestrickt. Dabei habe ich mich von den Farbwechseln leiten lassen. So wurde das Bild recht schnell zum Selbstläufer. Alles ging rasch voran und die Gefahr der Langeweile, die mich beim glatt rechts Stricken oftmals befällt, blieb so gebannt. Natürlich habe ich dabei die entstandenen Berge und Täler stets wieder ausgeglichen.
Es war die pure Lust am Erleben!
Gespannt sah mein Werk so interessant aus:
Anschließend habe ich das Werk gewaschen. In der Waschmaschine in Gesellschaft von Bluejeans sollte ganz bewusst der Filzeffekt hervor gerufen und noch in den Fasern haftende Farbüberschüsse heraus gewaschen werden.
Mein Strickstück ist dann ganz gut zusammen gefilzt und die Farben haben sich aus den verschiedenen Blautönen in zusätzliche Nuancen von grün und lila verändert. Das ist eine andere, durchaus interessante Variation und macht deutlich, wie unvorhersehbar und überraschend die Ergebnisse der einzelnen Bearbeitungsschritte sein können.
Jetzt lasse ich die nächsten Ideen in mir wachsen, wie ich hiermit bis zu seiner endgültigen Fassung weiter verfahre. Möglicherweise wird es eine Tasche, vielleicht aber auch etwas ganz anderes.
Im Moment will ich noch einige andere Ufo´s fertig stellen. Bis zu den Ferien bleibt dafür nicht mehr unbegrenzt Zeit, vor allem weil die Reisevorbereitungen auch ihren Teil beanspruchen.

Samstag, 13. Juni 2009

Bearbeitung - Blaues Wollflies

Das Wollflies in den herrlichen indigoblauen Farbverläufen vom 2. Leipziger Wollefest ist über meine Spule gelaufen. Es ist der erste von meinen Einkäufen, den ich bearbeitet habe.
Insgesamt 160g habe ich zu zwei Singles versponnen, die ich anschließend miteinander verzwirnt habe. Das ergab einen schönen Strang, mit einer Lauflänge von 372m. Die Farbverläufe haben sich beim Verzwirnen zufällig aneinander gefügt, mal meliert, mal uni.
Jetzt kann ich mir überlegen, worin die weitere Verwandlung bestehen soll. Zwei recht konkrete Ideen habe ich schon, die lasse ich noch ein, zwei Tage ruhen, ehe ich diese umsetze...