Materialien und Farben erleben und begreifen




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Dienstag, 22. März 2011

Spinnkurs

Es ist ein schönes Gefühl, interessierten Frauen einen Teil meiner Begeisterung fürs Spinnen weiter zu geben. In einem Spinnkurs konnte ich Petra und Eva- Maria die Grundtechniken des Spinnens lehren. Mit diesen beiden hatte ich sehr aufgeschlossene Kursteilnehmerinnen, die rasch erfassten, wie es funktioniert. Sogar ihre Hausaufgaben haben sie vorbildlich erledigt ;-).


An zwei Samstagen trafen wir uns für jeweils vier Stunden im Kulturzentrum Kümmelschänke des Omse e.V.
Zunächst gab es Unterweisungen in Faserkunde und Spinnradtechnik. Danach probierten sie unterschiedliche Wollsorten zu spinnen. Die obligatorischen "Schwangeren Regenwürmer" waren gar nicht so sehr Schwanger... So ließen sich die Singles ganz gut verzwirnen. Eine selbst gebaute Lazy Katy erleichterte die Arbeit und ist eine geeignete Alternative, wenn nicht genug Spulen zur Verfügung stehen.


Hier die fertigen Stränge:






Die ersten beiden Stränge sind miteinander verzwirnt und die beiden farbigen sind Ergebnis der Navajotechnik. Sehr, sehr schön...

Nun, weil es so viel Spaß macht, startet ab 02. April der Artyarn- Kurs.

Donnerstag, 2. Dezember 2010

2. Dezember


Das zweite Türchen ist geöffnet. Ja, es werden mehrheitlich Türchen geöffnet, seltener Fensterchen. Nun, eigentlich ist das nicht so sehr entscheidend, denn es zählt doch viel mehr das, was es dahinter zu entdecken gibt.

Wenn alle ihre Materialien beisammen haben, können wir nun starten. Als ergänzenden Hinweis möchte ich noch anmerken, dass natürlich auch ein anderes Garn verarbeitet werden kann bzw. auch zwei miteinander harmonierende Farben gut passen. Ich habe die Konstruktionen so flexibel wie möglich gestaltet.
Die Grundlage ist folgender Mustersatz:


Gezeichnet ist der Mustersatz mit Hin- und Rückreihen so, wie sie auf der Vorderseite erscheinen. Je eine Randmasche muss beidseitig noch hinzugefügt werden. Also 36 Maschen aufnehmen und die Reihe 12 als erste Rückreihe stricken. Dann die Reihen 1 bis 12 so oft wiederholen, bis der eigene Kopfumfang (54-56 cm) erreicht ist.
Hier gibt es noch die Zeichenerklärung:


Viel Spaß beim Maschenanschlag!

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Adventsfreude

Dieser lusitige Gesell wird nun bis zum Weihnachtsabend jeden Tag ein Fensterchen öffnen und eine wollige Wohltat verschenken.

Hier entsteht in dieser Zeit ein nützliches und der Jahreszeit angemessenes Set. Wir schauen mal in das erste Fenster


Wir benötigen ein kuscheliges Garn in einer Lieblingsfarbe (400g 170m/100g) , ein Nadelspiel und eine Rundstricknadel 3,5-4,0 mm.
Bitte bis morgen alles bereit legen...

vergrößerte Ansicht



Samstag, 19. Juni 2010

Faservorrat

Wir wohnen in der Stadt. In nur 15 Minuten sind wir im wunderschönen Dresdner Stadtzentrum. Und doch gibt es hier ländliche Oasen. Auf einer idyllischen Obstbaumwiese, gleich hinter einem restaurierten Dreiseithof, weiden die Schafe von Familie Stein. Dort haben wir heute frisch geschorene Wolle geholt.




Es sind Rhönschafe und Coburger Fuchsschafe.


Wir haben so viel mitgenommen, wie wir die ca. 500m tragen konnten. Damit werde ich eine Weile zu tun haben. Die Wolle ist fast völlig frei von Einstreu und schön fettig. Sie muss nur gewaschen werden. Während wir im Urlaub sind kann sie dann in aller Ruhe trocknen. Im diesjährigen Ferien-Woll-Workshop werden wir die heimische Wolle dann verarbeiten. Darauf freuen wir uns alle schon sehr.




Das Rhönschaf glänzt, als sei "Firestar" natürlich gewachsen...


Coburger Fuchsschaf mit den typischen rotbraunen Nuancen.

Montag, 22. Februar 2010

Nachwuchsförderung...

...fand im Ferienstrickclub statt. Zu Susanna, die sich ja schon seit einiger Zeit im Stricken übt, gesellten sich in den Winterferien nun Klara und Malu.


Die Mädchen wollten einen eigenen Entwurf gestrickt umsetzen. Also haben wir gemeinsam zunächst ihre Wünsche gezeichnet. Einen Schal, eine Mütze oder eine Tasche hielt ich für geeignete "Anfänger"-Projekte, die in einer Woche zu realisieren sind. Bei Klara und Susanna fiel die Entscheidung, sich an einer Tasche zu versuchen, Malu wollte sich eine tolle Mütze stricken. Die Entwürfe wurden nun konkret zu Papier gebracht und passende Garne ausgewählt.
Wie die Stricknadeln und der Faden gehalten und rechte Maschen gestrickt werden, klappte bereits nach dem ersten Versuch prima. Die Taschen wurden in Reihen (kraus rechts) gestrickt, die Mütze entstand in Runden.


Die Mütze mussten wir ein Mal ribbeln, da sich das Gestrick in der dritten Runde verdreht hatte. Malu´s Begeisterung konnte damit nicht gedämpft werden.
Um die Finger nicht zu sehr zu beanspruchen, gab es natürlich immer wieder Strickpausen. In dieser Zeit lernten die Mädchen Nützliches rund um´Wolle, welche Informationen man auf einer Banderole lesen kann und welche Bedeutung die verschiedenen Symbole haben. Wir haben auch einige Fädchen unterschiedlicher Qualitäten als Fühlproben aufgeklebt und beschriftet. Klara hat das mit höchster Konzentration erarbeitet:


Um ihr individuelles Design vollkommen zu machen, haben die Mädchen eigene Knöpfe gestaltet:


Drei wundervolle Werke sind in fleißiger Handarbeit entstanden, bei denen ich wirklich kaum helfen musste. Während eines Waschganges in der Maschine wurden sie gefilzt. So erhielten die Taschen Festigkeit und die Mütze wurde winddicht. Meine ursprüngliche Überlegung, die Sachen zu filzen, um den einen oder anderen Fehler zu kaschieren, hatte kaum noch Bedeutung, da sie alle Drei recht gleichmäßig und sauber gearbeitet hatten.


Hier Klara´s Entwurf im Vergleich mit der fertigen Tasche:


Ich persönlich finde, beide kommen sich doch wirklich nah !!!
Während die Waschmaschine ihren Teil der Arbeit verichtete, erlernten die Mädchen auch linke Maschen zu stricken. Sie sind nicht nur fleißig sondern auch sehr gelehrig. Ihre Begeisterung machte die Arbeit mit ihnen für mich zu einer Wohltat...

Zu einem gelungenen Workshop gehört selbstverständlich eine angemessene Präsentation. Also machten wir uns auf den Weg zum Schloss Burgk hier in Freital. Stolz auf ihre Werke posierten die drei Designerinnen für meine Kamera:







Samstag, 12. September 2009

In dieser Woche...

... erlangte das Spinnen ein neues Level. Bei uns kam ein großes Paket aus Neuseeland an. Nun, nicht auf direktem Weg, sondern über den Ashford-Generalimporteur für Deutschland.
In dem Paket war die von mir schon lange geplante Kardiermaschine mit feiner Benadelung.
Sie ermöglicht uns die Herstellung herrlich luftiger Batts. Farben und Materialien können wir so wieder ganz neu erleben. Sie schafft mühelos 50g und ist damit wirklich effizient.
Wir haben kardiert und probiert: handgefärbte Kammzüge Deutsche Merino in Rot- und Blautönen, unten helle Alpakaflocken im Flies.
Die handgefärbten Wollflocken vom Kinder- und Jugendbauernhof Dresden Nickern haben wir erst etwas auseinander gezupft und danach haben die Kinder vorsichtig gekurbelt.
Die orange - rot - pink - farbenen Locken haben sich auf den Walzen sehr gut gemischt.
Zu den Ozeanfarben haben wir wollweiße, ungefärbte Locken gemischt. Das Resultat sind Schimmer in Pastellfarben.
Die Ergebnisse beeindruckten nicht nur mich. Susanna und Richard waren erstaunt, überrascht und voller Elan. Die wolkenweichen Fliese sollten natürlich auch angesponnen werden.
Gut, dass aus Neuseeland auch ein kompaktes, leistungsstarkes Spinnrad Ashford Joy gekommen ist. So gab es dann eine neue Lektion in unserer "Hauseigenen Spinnschule".