Materialien und Farben erleben und begreifen




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Mittwoch, 6. März 2013

Mein...

...Muskelkater hat sich nun wieder verkrochen. Nach einer schönen Saison haben wir nun die Ski in ihr Sommerquartier gepackt. Der Abschluss und Höhepunkt unserer persönlichen Wintersportaktivitäten war eine Biathlonstaffel in Altenberg. Spätestens seit Magdalena Neuner gibt es eine direkte Verbindung zum Stricken, und während unzähligen Fernsehübertragungen wurde auch das eine oder andere Projekt fertig gestrickt. Auf unseren Termin bei Manfred Beer hatten wir uns seit dem letzten Sommer gefreut. Schließlich bin ich seit meinem 13. Lebensjahr ein Fan. Nur selbst ausprobiert hatte ich es noch nicht.

 
Das Schießen durften wir in der Halle absolvieren, und es klappte beim Probeschießen auch ganz gut. Die Zielscheiben sind schon verflixt klein auf die Distanz von 50 Metern. Während der Staffel ist es beinah unmöglich, für uns Ungeübte, den Puls herunter zu bekommen, um mit ruhiger Hand zu zielen. Nun, wir haben die Staffel vor allem mit Spaß absolviert. In Gesellschaft lieber Freunde haben wir nur einen besiegt, unseren inneren Schweinehund.
 
 
Jetzt wird es aber Zeit, dass der Frühling Einzug hält. Ich bereite mich auf die künftigen Spinnstunden in der Sonne vor. Dafür habe ich bereits einen Faserkorb mit allerlei Resten zusammen gestellt.
In unserem Garten sieht es schon mal vielversprechend aus.
 
 
Gerade arbeite ich die Bestellungen ab. Bis Freitag besteht noch die Chance auf das Garnpaket!
 
 

Donnerstag, 20. September 2012

Sommer...

...schon verabschiedet er sich...
Die Zeit vergeht wie im Flug. Beschäftigt mit allerlei Projekten, Planungen und auch Problemen, gleitet sie mir aus der Hand. Meine technischen Unbilden sind nun behoben, so kann ich nun nach und nach aufarbeiten, was alles liegen geblieben ist.
Da nun der Herbst Einzug halten will, versuche ich mich an einer zusammenfassenden Nachlese zum Sommer:

Unser absolutes Highlight war unsere erste Reise nach Frankreich. Da wir die Sprache nicht beherrschen, haben wir uns lange, zu lange Zeit gelassen, diese Herausforderung anzunehmen. Nun haben wir es getan und sind begeistert.

 
Zunächst haben wir einige Tage in Paris verbracht. Eine Metropole voller Menschen, voller Eindrücke und mit einem ganz eigenen Lebensgefühl. Berauscht davon und stolz, so viele berühmte Orte, Bauten und Kunstwerke erlebt zu haben, reisten wir mit dem festen Vorsatz, unbedingt wieder zu kommen, weiter in die Bretagne.

Die Gegensätze hätten krasser kaum sein können. Wirklich typisch französisch ist die Bretagne wohl eher nicht. Dafür aber wunderschön.


Wir haben so viel gesehen, ausnahmslos alles eine wahre Freude!!! Mit unseren Vermietern, die weder ein Wort Englisch noch Deutsch sprachen, konnten wir uns doch ganz gut verständigen. Mir war nicht bewusst, wieviel von unserem Wissensschatz mit der französischen Sprache verknüpft ist.

Im Hinblick auf Wolle gibt es in Europa sicher ergiebigere Länder. Das hat mich nicht so sehr gestört, bin ich doch gut vorbereitet gereist. In Rennes fanden wir einen sehr hübschen Laden, in dem auf ganz eigene Art alle erdenklichen Handarbeitsmaterialien präsentiert wurden. Leider durfte ich keine Innenaufnahmen machen.


Auch wenn nur wenig Zeit blieb, es gab einfach zu viel zu sehen und zu bestaunen, so habe ich doch 100g Wensleydale/Seide aus eigener Färbung versponnen.


Natürlich waren wir auch in diesem Jahr auf Festen unterwegs, z.B. in Leipzig und auf Burg Mildenstein.

 

Gestrickt, gesponnen und gewebt haben wir  auch:

 




Soweit erstmal mein Lebenszeichen, demnächst wieder öfter hier...



 

 





Mittwoch, 15. Februar 2012

Farbenfroh...

...spinne ich vor mich hin. Die erste Hälfte eines herrlichen Regenbogen ist geschafft. Auf meiner erklärten Lieblingsfaser BFL hatte Barbara über 8,50m (!) einen sehr langen Farbverlauf gezaubert. Um diesen so richtig in Szene zu setzen, habe ich den Kammzug längs in vier lange Streifen geteilt und dünn gesponnen. Anschließend habe ich daraus einen Navajozwirn gemacht. So konnte ich den Farbverlauf wunderbar erhalten. Eine Lauflänge von ca.350m /100g eignet sich bestimmt gut, mit einem dunkelblauen Garn in Sockenwollstärke ein Fair Isle Projekt zu starten. Aber erst wollen noch 100g gesponnen werden.



Freitag, 3. Februar 2012

Zu Fotorätsel

Vielen Dank fürs Mitraten. Als Inspiration gedacht und so auch spontan bei einem Einkauf in mein Körbchen gehüpft - tatsächlich Wattebällchen, 100% Baumwolle und gedreht wie Minibatts.
ABER es sind so kurze Faserchen, die sich beim besten Willen nicht spinnen lassen. Auch Corespun funktioniert nicht wirklich, leider.
Exakt richtig lag Tabata und Alpi hatte hinsichtlich "starker Kontrast" die richtige Idee. Ihr kennt mich gut ;-)



Es war ein Versuch, der mir viel Vergnügen bereitet hat. Mit weniger Kontrasten werde ich die Idee Babydecke bestimmt irgendwann umsetzen, danke Ute. Tja und Petras Tipp -  die Spinn-Zuckerwatte könnte auf dem nächsten Leipziger Wollefest der Verkaufsschlager werden. Ich denke darüber nach.

Mittwoch, 31. August 2011

Purpur


Samstags gibt es in Haria/Lanzarote einen besonderen Markt. Statt des üblichen "Touristenramsch" gibt es ausgesuchte Waren von Kunsthandwerkern. Mein Favorit war der Stand von Milana.


Auch wenn die Cochenillezucht heute nur noch zur Erhaltung von Traditionen betrieben wird, so ist die Faszination an diesem aufwändigen Verfahren und besonders den Färbeergebnissen ungebrochen. Also habe ich gutes Cochenille mitgebracht und mich an den aufwändigen Prozess gewagt.
Ich habe Kammzüge BFL/Seide und Shetland und zwei Stränge BFL-Garn zunächst mit Alaun gebeizt.


Die getrockneten Schildläuse habe ich zu Pulver gehämmert, mit Weinstein versetzt, in einem Säckchen aus zwei Probierstrümpfen aus dem Schuhladen eingeweicht, und daraus dann ein Farbbad bereitet.


In zwei Zügen köchelten die Fasern und Garne, ehe sie dann noch einer Entwicklung unterzogen wurden.
Gespült und getrocknet bin ich von den Ergebnissen sehr zufrieden.



Mein Fazit ist nun, umweltfreundlich ist dieses Färbeverfahren allein wegen des enormen Energieverbrauches beim Kochen nicht. Die mühsame Gewinnung der Läuse trägt ebenso dazu bei, dass dieser Farbstoff etwas ganz Besonderes ist. Aber ich liebe diese Farbtöne!!!



Mittwoch, 29. Juni 2011

Verwöhnt...

...von Netzwerk-Plattformen, auf denen ich ganz schnell mit einem Klick Feedback geben kann, habe ich nun hier auch die Möglichkeit für die Reaktionen meiner LeserInnen hinzu gefügt.
Also fleißig klicken ;-)

Zum Beispiel hier:
Aus dem Spinnabo vom Mai habe ich aus afrikanischem Massam namens "Sonnenglut"  ein Boucle´garn gesponnen:

Montag, 16. Mai 2011

Einmal...

...ist immer das erste Mal!
Socken aus handgesponnenem Garn zu stricken, hielt ich bislang für viel zu schade. Die viele Arbeit und die zu erwartende Lebensdauer standen für mich in keinem Verhältnis.
Dann finde ich aber immer wieder handgestrickte Socken aus handgesponnenem Garn bei anderen Spinnern. Auch wenn ich in der Öffentlichkeit spinne, erzählen mir die Leute, dass das Schönste die Socken gewesen seien, die ihre Großmütter aus der gesponnenen Wolle für sie gestrickt hätten.
Im letzten Abo war ein Strang dabei, der die Faserzusammensetzung von Sockengarn, also einen Nylonanteil hatte.
Also habe ich es gewagt, ganz dünn ausgesponnen und dreifach gezwirnt (navajo). Dabei habe ich einen ähnlichen Farbverlauf in jeweils 50g gebracht, und auf 9m Differenz auch die Lauflänge beinah exakt hin bekommen.
Pünktlich vor dem Eintreffen der nächsten Aboausgabe sind meine Socken nun fertig.


Nun gehen sie in den Haltbarkeitstest!

Als erstes Ergebnis kann ich sagen, dass sie sich viel wärmer anfühlen als Socken aus herkömmlichen Sockengarn. Vielleicht ist das aber auch nur so ein Einndruck?

Montag, 21. März 2011

Der Faserrausch geht weiter

Noch mehr Spinnfaserleckerlies sind bei mir eingetroffen:

Evilla Vorgarn


Einen Strang habe ich bereits mit ganz zartem Lacegarn von der Kone versponnen.


Sari Silk.... hmmm ;-)


Hier schon ein Experiment aus der Kardiermaschine - individuell.

Die Märzausgabe brachte feine Fasern in frühlingshaften Färbungen. Merino Superwash:


Nun denke ich doch tatsächlich darüber nach, meine feste Überzeugung, keine Socken aus hangesponnenem Garn zu stricken, über Bord zu werfen, und es vielleicht einmal zu probieren. Allerdings bin ich noch nicht sicher, ob ich dafür 2-fach oder lieber 3-fach zwirne. Für Hinweise und Erfahrungen bin ich sehr dankbar.


Besonders gefreut habe ich mich über diesen Kammzug. Grüntöne sind nicht meine Favoriten, ABER diese hier leuchten mit einem Schimmer blau wunderbar harmonisch. Die Faser ist für mich eine Premiere, Finnschaf hatte ich noch nie.

Dienstag, 8. März 2011

Ich bin im Faserrausch

Während der Planung für meinen Artyarn-Spinnkurs kommen mir viele Dinge in den Sinn. Natürlich Spinnereien, und diese ganz konkret. Eine Idee jagt die nächste und wenn das in den kommenden Wochen bis zum Start im April so weiter geht, wird es nicht nur bunt und kreativ und verrückt....

So habe ich Batts kardiert, für Gute Laune, als Freude für mich selbst und alle anderen SpinnerInnen.



Einige davon stelle ich heute noch in meinen Shop, dann können sich alle, vielleicht zum Frauentag, eine Freude machen...

Freitag, 21. Januar 2011

Farbenzauber...

...enthielt die neue Ausgabe Spinnalong Funnies von Barbara. Ich bin absolut begeistert und frage mich, woher sie wußte, dass ich gerade mit Farben experimentiere. Also nehme ich es einfach als gegeben, dass Telepathie tatsächlich existiert.






Nun freue ich mich darauf, diesen zauberhaften Regenbogen zu verspinnen, weiß jedoch noch nicht genau, wird es ein dreifädiger Farbverlauf oder doch eher zweifädig, lasse ich jede Farbe mehrfach erscheinen und wenn ja, wie oft...?????
Ich gehe dann mal grübeln...

Donnerstag, 13. Januar 2011

Farben...

.... mal wieder gegen trübes Grau.
Kammzüge in verschiedenen Schattierungen:

...und noch etwas ganz Zartes... Seidenhankies:





Donnerstag, 6. Januar 2011

Spinnzeit....


... habe ich mir genommen und einen wunderbaren Zopf Merino/ Kaschmir aus dem Spinnabo übers Rad laufen lassen. Er hat eine LL von 450m/100g und ist so kuschelweich.
Also schreibe ich mir jetzt eine Anleitung für ein kleines Tuch. Mein Hals freut sich schon aufs Schmusen.

Samstag, 23. Oktober 2010

Farben...

....habe ich mit Wolle vereint. In der vergangenen Woche habe ich trübes Wetter mit bunten Strängen Spinnfasern und Sockengarn freundlicher gestaltet.
Die Sonne zeigte sich versöhnlich und gestattete es mir, ein paar Bilder zu machen.




Montag, 18. Oktober 2010

11. Tag des traditionellen Handwerks im Erzgebirge

Am Sonntag fand hier in der Region der 11. Tag des traditionellen Handwerks im Erzgebirge statt. In den verschiedenen lokalen Zeitungen gab es Programme. Weil das herrliche Herbstwetter zu einem Ausflug einlud, haben wir eine Runde gedreht und verschiedene Stationen besucht.
















Wir haben unterwegs ganz viel Stroh entdeckt. Ist es das richtige Material, Gold daraus zu spinnen?


















Leider habe ich trotz Programmankündigung nicht ein einziges Spinnrad in Aktion gesehen. Dafür haben wir bei Drutschmanns einen Plausch über Schafe genossen. Die kleinen Skuddenschafe könnten ja vielleicht doch in unserem Garten die Landschaftspflege übernehmen? Ich denke eher nicht, schließlich bekommen wir im Hofladen fertig aufbereitete Spinnfasern.
















An den zahlreichen Ständen gab es natürlich Handwerk zu sehen und zu kaufen, meist typisch erzgebirgische Weihnachtsartikel. Auch einen Seiler konnten wir bei der Arbeit beobachten, einen Schmied, einen Drechsler und einen Drucker. Es macht mich nachdenklich, dass diese Gewerke ausschließlich von Senioren präsentiert wurden...
Handarbeit war ebenfalls vertreten. Handgestricktes vom Polyschaf konnte man für kleines Geld erwerben. Frau Locke rettete den Tag für die anspruchsvolle Strickerin.

Wieder zu Hause habe ich mich dann an mein Rädchen gesetzt und die Farben des Tages, von Barbara so original eingefangen, in ein hübsches Herbstgarn versponnen.